Tag 02:Von Negombo nach Kandy

Nova im Bus

Unsere erste Nacht war nicht wirklich erholsam. Die Einheimischen feiern das neue Jahr weniger in der Silvesternacht sondern am kompletten Neujahrstag – da unser Guesthouse direkt am Strand lag haben wir die Party dort hautnah miterlebt, inklusive Musik und Böller. Nova ist davon immer wieder aufgewacht und das wiederum hat Ika und mich ganz schön mitgenommen 🙁 Lange geschlafen haben wir dann auch nicht. Gegen 7 Uhr morgens bin ich mit Nova zum (leider sehr verdreckten) Strand gegangen. Als wir wiederkamen hat Ika tief und fest geschlafen und auch Nova und ich haben es geschafft noch ein wenig zu schlummern.Als wir dann am späten Vormittag wieder aufwachten war Sachen packen angesagt – wir hatten uns entschieden so schnell wie möglich weiterzureisen, Negombo war uns nicht sonderlich sympathisch. Peter, unsere Reisebekanntschaft vom Vorabend, hat uns noch zum Busbahnhof begleitet und wir haben uns bis zum gemeinsamen Rückflug verabschiedet. Unser nächstes Ziel lautete Kandy, eine Stadt im Hill Country, dem Höhenzug im Landesinneren. Nach nur vier Stunden Busfahrt bei 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit waren wir dort. Die Busfahrten gleichen stark denen aus Indien: laut, klapprig, langsam und ständig haarscharf am Verkehrsunfall vorbei 🙂 Nova fand es verständlicherweise sehr aufregend 😉

Als wir dann gegen 17:30 In Kandy ankamen und uns gerade orientierten, wurden wir von einem japanischen Touristen davor gewarnt, dass alle Hostels die im Lonely Planet stehen ziemlich überfüllt seien. Das erste was wir ansteuerten (Olde Empire) hatte dann auch direkt keine Zimmer mehr frei. Unsere nächste Wahl war etwas entfernt von den restlichen Hostels und es wurde auf dem Weg dorthin auch schon dunkel – schlechte Karten für uns wenn wir dort auch kein Glück hätten.

Tuk-Tuks am Straßenrand

Wir fragten uns durch und ich war immer wieder erstaunt von der Hilfbereitschaft der Locals. Als wir schließlich beim „Nature Walk“ ankamen die ernüchternde Erkenntnis: keine freien Zimmer 🙁 Ein weiteres Etablissement gab es allerdings noch ein paar Häuser weiter, das „Green Woods“ – unsere letzte Chance. Die Jungs vom Nature Walk waren sogar so nett, sich für uns per Telefon nach freien Zimmer zu erkundigen und es sollte sich lohnen 🙂 Wenige Minuten später standen wir in einem wunderschönen und sauberen Zimmer mit großem Bett und sogar einem Balkon! Die Vermieterin warnte uns noch, morgens die Balkontüren geschlossen zu halten, da sonst Affen aus dem benachbarten Wald unsere Sachen klauen würden 😀 Kosten sollte es 2500Rs pro Nacht incl. Frühstück. Da wir das Frühstück nicht wollten, überließ sie uns das Zimmer für 2000Rs.

Erschöpft stellten wir uns erstmal unter die Dusche und machten uns dann auf die Suche nach etwas zum Essen. Das „Nature Walk“ hatte auch ein Restaurant also kehrten wir dort ein, denn es war schon ziemlich spät. Auf der Karte gab es auch sogenanntes „Ginger Beer“. Das klang interessant, also probierten Ika und ich wir es aus. Es stellte sich als extrem süßes Zuckerwasser mit künstlichem Ingwergeschmack heraus… made by Coca-Cola Company 😀 Nova dagegen fand Gefallen an Lime & Soda (Sodawasser mit frisch gepresstem Zitronensaft) und als das Essen schließlich kam stellte sich heraus, dass sie auch Papadam (ein hauchdünnes, knusprig frittiertes Brot) sehr gerne mag 🙂

Angekommen im Green Woods

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