Tag 05: Von Kandy nach Ella

Heute war es für uns an der Zeit, weiterzureisen. Ein Zug nach Ella – einer Stadt tief im Hill Country – sollte es sein. Die Zugfahrt dorthin sollte sechs Stunden dauern und um 11:45 am Bahnhof von Kandy beginnen. Als wir dort Tickets kaufen wollten sagte man uns allerdings, dass heute kein Zug

mehr nach Ella fahre. Aber es gäbe einen, der um 12:30 vom nahegelegenen Bahnhof Peradeniya fahre. Wir also los und einen Bus dorthin gesucht – als der schließlich am Bahnhof ankam, war es schon fast 13:00… zu unserem Glück hatten nicht nur wir sondern auch der Zug Verspätung 😉

Gegen 14:00 kam er dann (kurz vorher wurden noch alles Fahrgäste zu einem abgelegenen Gleis gescheucht, weil der Zug auf einmal dort einfuhr – war schon ziemlich abenteuerlich) und unsere erste Zugfahrt auf Sri Lanka begann. Wie aus Indien gewohnt waren alle Fenster

und Türen weit geöffnet und alle Plätze besetzt. Wir blieben daher im „Bordrestaurant“ was aus einem kleinen Essensstand und ein paar Tischen ohne Stühle bestand und setzten uns auf den Boden. Nova schlief kurze Zeit später auf meinem Arm ein und holte sich so ihren dringend benötigten Mittagsschlaf 🙂 Als sie dann wieder wach war, haben wir sogar freie Sitzplätze gefunden und konnten die Fahrt etwas

komfortabler fortsetzen. Eine Zugfahrt durch das Hill Country kann ich jedem der Sri Lanka besuchen will sehr ans Herz legen. Tolle Aussichten auf Teeplantagen, viele Wasserfälle und eine einzigartige Szenerie haben uns die Fahrt versüßt 🙂 Als wir kurz vor Ella in den Ort Haputale einfuhren, hatte ich die die Idee, vielleicht schon hier auszusteigen – es war nämlich inzwischen schon 19:30 und wir waren alle ziemlich fertig. Aber wir sind dann doch sitzengeblieben und eine Stunde später kamen wir in Ella an.

Alles was wir noch wollten waren eine Dusche und ein Bett. Das sollte sich aber als garnicht so einfach herausstellen. Das erste Hostel was wir

ansteuerten, das „Sun Top Inn“ sah sehr ansprechend aus aber war leider komplett ausgebucht. Dort sagte man uns auch, dass die restlichen Übernachtungsmöglichkeiten der Stadt auch so gut wie alle voll sind. Die Besitzer waren aber supernett und ließen uns telefonieren – aber überall bekamen wir nur Absagen. Dann telefonierten sie selber nochmal ihre Bekannten durch. Am Ende fanden wir dann doch noch ein

freies Zimmer gleich in der Nähe. Es war zwar etwas ranzig und sehr teuer (sie wollten erst 3000!, bezahlt haben wir dann 2500Rs) aber immerhin hatten wir ein Dach über dem Kopf. Nachdem wir uns etwas erholt hatten, gingen wir auf der Suche nach etwas essbarem in die „Stadt“ – außer einer Hauptstraße mit haufenweise Restaurant wo man europäisches Essen kaufen konnte gab es dort nicht viel: übelstes Touristenkaff! Noch bevor wir schlafen gingen stand die Entscheidung fest, hier nicht länger als nötig zu bleiben und am nächsten Tag direkt nach Haputale zu fahren.

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