Tag 06: Von Ella nach Haputale

Das Einzige, was Ella wirklich zu bieten hatte, war der „Little Adams Peak“, ein Hügel mit guter Aussicht über das angrenzende Tal. Wir standen sehr früh auf um es noch vor dem Checkout anzugucken. Der Hügel war ein wenig außerhalb von Ella aber nach ca. 45 min Fußmarsch standen wir

oben auf dem Gipfel. Die Aussicht war wirklich genial! Leider konnten wir sie nicht allzu lange genießen, denn es hieß die Checkout Time im Hostel nicht zu verpassen… Als wir wieder zurück im Zimmer waren hatten wir noch Zeit für eine schnelle Dusche, die nach dem Aufstieg auch nötig war. Dann mussten wir im Eiltempo unsere Sachen packen, denn die nächsten Gäste standen schon auf der Türschwelle.Witzigerweise waren es auch Deutsche – wir tauschten kurz unsere bisherigen Erfahrungen aus bevor es für uns weiterging. Noch schnell die Vorräte aufgefüllt und dann ab zum Bahnhof, raus aus Ella. An einem Stand aß ich dort allerdings die bisher leckersten Rotti – das sind im Prinzip mit einem recht scharfen Gemüsebrei gefüllte und zu einem Dreieck gefaltete Pfannkuchen. Man kann sie überall an Straßenständen und in vielen Geschäften günstig kaufen. Von denen und auch den anderen „Shorteats“ genannten Snacks die angeboten werden habe ich haufenweise verdrückt 😉

Im Zug nach Haputale hatten wir auf der kurzen Fahrt eine Menge schöne Erlebnisse 🙂 Wir sind mit dem älteren Mann, mit dem wir eine Sitzbank teilten, ins Gespräch gekommen und konnten ihn viele Dinge über Land, Leute und angemessene Preise fragen. Er hat uns dann sogar zu sich nachhause einladen, wir würden bei ihm kostenlos wohnen und auch essen können! Leider erst bei unserem nächsten Besuch auf Sri Lanka, denn

seine Frau war gerade nicht zuhause und er selber könne nicht kochen, sagte er 😉 Er gab uns seine Adresse und machten ein gemeinsames Foto, das wir ihm dann aus Deutschland als Erinnerung schicken sollten. Währenddessen freundete Nova sich mit den Kindern auf der Bank nebenan an und sie spielte sogar eine ganze Zeit alleine mit ihnen.

Als wir in Haputale ankamen regnete es – nicht gerade das beste Wetter für die Suche nach einer Unterkunft… Wir hatten uns ein Guesthouse

ganz in der Nähe vom Bahnhof als erstes Ziel ausgesucht. Begrüßt wurden wir in Haputale wie gewohnt von einer Horde „Guides“ – Leuten die dir eine Unterkunft besorgen und dafür vom Besitzer Provision bekommen – begrüßt. Hier war es aber ein wenig anders: die Leute hatten Visitenkarten der Hostels dabei und auch auf ihren Autos teilweise die Schriftzüge. Das sah alles wesentlich weniger dubios aus als sonst aber wir wollten es trotzdem erstmal auf eigene Faust versuchen. Das erste

Guesthouse war aber voll und beim zweiten wollten sie uns ein Zimmer im Nebengebäude andrehen (was aber gerade noch im Bau war!). Als wir vom zweiten Guesthouse zurück zur Hauptstraße gingen stand dort auf einmal der Bus von „Bawas Guesthouse“ und ein freundliches Gesicht grinste uns vom Fahrersitz an. Der Mann bot uns sogar an, uns umsonst zu Bawas zu fahren und falls es uns nicht gefalle wieder zurück! Da der Regen langsam ätzend wurde, nahmen wir sein Angebot dankend an.

Als wir ankamen, ging es mit uns zum Haus und zeigte uns eins der Zimmer. Da wurde uns klar, das war garkein Guide sondern ein Mitarbeiter

oder sogar der Besitzer selber! Wie sich später herausstellte, ist es der Sohn von Bawa gewesen 🙂 Das Zimmer war wirklich super und kostete mit 1100 Rs pro Nacht nur die Hälfte von dem was wir bisher überall bezahlt hatten. Und auch Dinner wurde uns angeboten, was wir gerne annahmen. Das selbstgekochte Essen von Bawas Frau war so lecker, dass wir während unseres gesamten Aufenthalts nirgendwo

anders zum Abendessen gingen 🙂 Unsere Dinnergesellschaft bestand außer uns noch aus einem Schotten namens Dougal und einem US-Amerikaner namens Jason. Die waren beide auch sehr nett und unterhaltsam. Haputale gefiel uns schon am ersten Abend richtig gut und das beste hier war: es gab keine Moskitos!!! 🙂

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