Tag 09: Haputale, Diyaluma

Heute haben wir den Besuch bei den Diyaluma Wasserfällen nachgeholt. Nach über einer Stunde Busfahrt auf holpriger und sehr kurvenreicher Strecke waren wir am späten Vormittag am Fuß des zweithöchsten Wasserfalls von Sri Lanka. Wir wollten aber ans obere Ende. Im Lonely Planet stand der Weg bschrieben, mit dem Zusatz dass er streckenweise nicht sooo leicht zu finden sei und man öfter mal die Einheimischen fragen sollte ob man richtig sei. Die haben uns auch immer gut weitergeholfen. Allerdings wurden wir auch vor einem wilden Elefanten gewarnt, der dort oben umherstreunen sollte. Ein Mädchen führte uns sogar ein gutes Stück bis zum eigentlichen Anstieg. Einen Weg hatten wir die ganze Zeit nicht wirklich gesehen, ohne Hilfe wären wir völlig aufgeschmissen gewesen. Der Hang, den es dann zu erklimmen galt, war sehr steil und mit Geröll bedeckt, so dass man mehr klettern als gehen musste und jeden Schritt gut abwägen um nicht zusammen mit einem Felsbrocken in die Tiefe zu rollen. Oben fanden wir dann sogar auch die Weggabelung, von der im Reiseführer die Rede war. Ein Weg sollte zur Kante führen und der andere zu natürlichen Becken oberhalb des eigentlichen Wasserfalls, in denen man auch baden kann. Leider waren an der Weggabelung nicht nur zwei sondern drei Pfade in drei Richtungen vor uns…

Wir entschieden uns zuerst für den richtigen Weg, dachten nach ein paar Metern aber wir wären auf dem falschen, gingen zurück und wählten dann den falschen Weg 😀 Inzwischen hatten uns zwei weitere Wanderer eingeholt, die offensichtlich das gleiche Ziel hatten wie wir. Als wir dann an einem Stacheldrahtzaun ankamen, war eigentlich klar, dass das nicht so ganz richtig sein kann. Es gab aber einen selbstgemachten Durchgang durch den Zaun und so versuchten wir unser Glück auf der anderen Seite. Dort  war sogar eine Schotterstraße, aber wir waren uns trotzdem unsicher. Wir redeten mit den uns nachfolgenden, einer Frau aus Großbritannien und einem einheimischen Mann, und auch sie wussten nicht genau wo lang sie gehen sollten und sind uns einfach hinterhergegangen. Auf der anderen Seite eines kleinen Tals waren dann wieder Menschen zu sehen. Der Mann sprach mit ihnen und sagte dann, es werde jemand kommen und uns den Weg zeigen. Und wir wurden nochmal eindringlich vor dem Elefanten gewarnt. Als der versprochene Führer dann kam, führte er uns wieder zurück an die Kreuzung, aber dann statt einen Weg zu wählen ging er mit den beiden einen steilen Geröllhang hinab. Ika wollte ihnen folgen aber mir war der Weg zu unsicher für einen Abstieg mit einem Kleinkind auf dem Rücken. Also gingen wir wieder den Weg, den wir zuallererst gewählt hatten.

Nach einer kurzen Strecke kamen wir zu einer geradezu paradiesischen Stelle wo auch die erhofften Becken waren 🙂 Ein kleines Bad war jetzt genau das Richtige, denn die Mittagshitze hatte uns beim Aufstieg wieder mächtig zugesetzt. Als Ika gerade im Wasser war, kam der Einheimische Führer auf einmal wieder vorbei und sagte uns wir sollten doch wegen des Elefanten mit zu den anderen kommen. Ich sagte ja wir kommen bald nach, wir blieben aber noch weiter dort. Nicht lange danach, kamen sie alle drei zu unserem Spot weil sie sich Sorgen um uns gemacht haben wie sie sagten. Nett von ihnen aber die idyllische Abgeschiedenheit, die wir zuvor an diesem Ort genossen hatten war leider damit hinüber. Und dann fing es auch noch an zu regnen 😀 Was aber wegen der erwähnten Hitze garnicht so schlecht war. Es gab aber auch ein paar Bäume zum Unterstellen. Wir aßen unseren Proviant, dann ging ich auch noch mal kurz schwimmen und machten uns danach alle gemeinsam auf den Rückweg.

In die andere Richtung kam uns der Weg dann überhaupt nicht mehr lang und beschwerlich vor 😀 Kein Wunder, es ging ja nicht mehr bergauf, aber auch beim Abstieg musste man höllisch aufpassen! Im auf dem Weg liegenden Dorf blieben die beiden anderen dann zurück, denn sie hatte nsich dort schon auf dem Hinweg zum Lunch eingeladen. Wir passten und gingen weiter, denn es lag ja noch eine anstrengende Busfahrt vor uns. Wir mussten allerdings auch noch ziemlich lange auf den Bus warten und als er kam, saßen die beiden auch drin 🙂

Heute sind wir dann genau rechtzeitig zum Dinner zurückgekommen 🙂 Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: es war extrem lecker!

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