Tag 12: Von Tangalle nach Matara

Die zweite Nacht in Tangalle war garnicht schön. Das Bett war viel zu klein für uns drei, irgendein Körperteil lag immer am Moskitonetz an und wir von den zahlreich vorhandenen Biestern malträtiert. 🙁 Mein linkes Knie ist bedeckt von zig Bissen, die aber irgendwie mehr nach Bettwanzen oder ähnlichem Getier aussehen, und ich habe das Knie scheinbar schon in der Nacht blutig gekratzt… Nova hat auch ein paar Stiche abbekommen, aber es scheint sie glücklicherweise nicht zu stören. Wir entschieden uns für eine schnelle Weiterfahrt nach Matara, in Tangalle hatten wir kein Glück (bis auf das Kennenlernen von Antonia und Benjamin!).

Die Besitzerin vom Ravindu Guest House fand das allerdings garnicht gut – sie hatte wohl damit gerechnet, dass wir länger bleiben. Sie drohte uns damit, eine weitere Nacht zu berechnen, wenn wir nicht sofort auschecken, allerdings hatten wir noch garnicht gepackt als ich ihr bescheid sagte. Wir rafften so schnell es ging unsere Sachen zusammen und suchten das Weite, in dem Fall den Busbahnhof. Auf nach Matara! Während der Busfahrt entdeckten wir plötzlich zwei bekannte Gesichter am Straßenrand: Antonia und Benjamin 🙂 Sie stiegen in unseren Bus und wir fuhren gemeinsam weiter. Sie waren am Tag zuvor auf halber Strecke ausgestiegen und hatten dort wild gecampt. Wir beschlossen, in Matara gemeinsam nach Unterkunft zu suchen, die wir nach einigen Irrwegen durch den Stadtteil Polhena dann auch fanden. Und was für eine! Im „Megara Inn“ kamen wir für 800Rs in einem sauberen Dreibettzimmer unter und das nur 250m vom Strand entfernt 🙂 Der Strand stellte sich allerdings bei näherer Betrachtung als ziemlich winzig heraus und war total überfüllt mit Einheimischen, die Ika und Antonia anglotzten – dort wollten sie nicht schwimmen gehen. Wir gingen dann an der Küste entlang, wo einige Hostels direkt am Strand lagen. Antonia organisierte dort für uns eine Schwimmsession am Privatstrand 🙂 allerdings dann unter den Augen des Personals, das nicht minder interessiert schien als die Strandbesucher…

Später kehrten wir auf der Suche nach Abendessen zum Strand zurück, da dort viele Restaurants waren – aber keine Gäste. Und in ein leeres Restaurant sollte man sich nicht setzen, denn das Fehlen von Gästen ist nie ein gutes Zeichen 😉 Also zurück in die Innenstadt. Nach wieder einigen Irrungen und Wirrungen fanden wir ein kleines Restaurant, in dem man echte einheimische Küche serviert bekam. Schön scharf 🙂 Benjamin hat das garnicht so gut vertragen, er hat sich noch nicht wirklich an die Schärfe des asiatischen Essens gewöhnt. Als wir fertig waren, war es schon ganz schön spät und Ika war auch ziemlich alle. Dann kam die Krönung des Abends: der Besitzer des Restaurants bot uns an, uns alle zu unserem Hotel zu fahren! Er hat sich auch total darüber gefreut, als wir eingewilligt haben 🙂 Er heißt Manjula und lud uns auch gleich zum Frühstück bei sich zuhause ein, was wir aber erstmal ablehnten.

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