Tag 07: Haputale

Am vorigen Abend hatten wir von dem sehr schönen Sonnenaufgang gehört, den man direkt von unserem Balkon aus sehen könne. Das haben Nova und ich uns zum Anlass genommen, instinktiv genau zur richtigen Zeit aufzuwachen damit wir es auch ja nicht verpassen 😉 Und es hat sich gelohnt: wow! Auf dem Plan für heute standen zwei Sehenswürdigkeiten: die Dambantenne Teefabrik und Lipton’s Seat (ein Aussichtspunkt von dem Sir Lipton persönlich damals sein Teeplantagen begutachtet hat). Als wir nach einer guten halben Stunde Busfahrt an der Fabrik ankamen entschieden wir uns, zuerst die Wanderung hoch zu Lipton’s Seat zu unternehmen und die Besichtigung der Fabrik dann danach zu machen.

Der Weg zum Gipfel war eine steile Asphaltstraße mit gefühlten hunderten von Spitzkehren, die sich zwischen den Teefeldern den Berg hinaufschlängelte. Man konnte aber auch direkt durch die Felder auf unwegsamen Steintreppen den Weg abkürzen. Da durch die Teepflanzen keine Sicht auf den weiteren Verlauf der Straße möglich war, kürzten wir leider in die falsche Richtung ab und waren dann in der größten Mittagshitze irgendwo inmitten der Teefelder weitab vom eigentlichen Aufstiegsweg. Den fanden wir nach einigem Hoffen und Bangen dann aber letztlich doch wieder und kamen ziemlich am Ende unserer Kräfte oben an Lipton’s Seat an. Ich war besonders fertig, denn ich hatte Nova in der Rückentrage den ganzen Weg nach oben getragen. Glücklicherweise gab es oben einen kleinen Kiosk bei dem wir Wasser kaufen konnten, denn wir hatten unsere Vorräte beim Aufstieg nahezu komplett verbraucht. Die Aussicht von Lipton’s Seat war wirklich atemberaubend, man konnte weit über die Hügel schauen und wären keine Wolken dagewesen sicherlich bis zum Meer! Die Wolken zogen leider ziemlich schnell zu uns herüber und nach kurzer Zeit war der Gipfel auf dem wir standen vollständig von ihnen umhüllt. Die Wolken brachten aber auch ein wenig Kühle mit sich, die wir dankbar in Empfang nahmen. Während des gesamten Aufstiegs hatte die Sonne gnadenlos gebrannt und Ika hatte einen amtlichen Sonnenbrand davongetragen. Ich war auch etwas angekokelt, nur Nova war zum Glück gut genug geschützt gewesen.

Als wir dann wieder herabstiegen und bei der Teefabrik ankamen, hatte diese leider schon geschlossen – die Besichtigung musste also ausfallen. War nicht schlimm, wir waren sowieso viel zu alle dafür. Als wir bei Bawa ankamen gab es wieder lecker Dinner 🙂 Diesmal zusammen mit einem französischen Paar, das heute angereist war. Die beiden konnten nur bröckchenweise Englisch, mutig dann trotzdem in ein so fremdes Land zu reisen!

 

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